„Die Zahl der Sternsinger ist jedes Jahr weiter zurückgegangen, die Gebiete sind aber die gleichen geblieben oder sogar, wegen etwaiger Baugebiete, gewachsen“, so Messdienerleiter Thomas Klon. „Da diese Aktion mit den wenigen Kindern und Jugendlichen nicht mehr zu stemmen war, mussten wir diesen neuen Weg einschlagen.“
Sehr zufrieden mit der Idee, im Scheidinger Pfarrheim und im Welveraner Bernhardhaus jeweils eine Anlaufstelle mit Cafeteria anzubieten, zeigte sich auch Gemeindereferentin Dorothee Topp.
Wir hatten Besuch von rund 30 Personen in Scheidingen und 50 in Welver, die ihre Spende gegen Kinderarbeit direkt hier vor Ort abgegeben haben und viele haben für Freunde, Bekannte und Nachbarn zudem noch den Segensschriftzug samt Spendentüte mitgenommen.“
1100 Euro sind so bisher zusammengekommen. „Wir sind aber sicher, dass in den kommenden Tagen per Überweisung noch weitere Spenden für die Aktion eingehen werden.“
All jene, die ins Pfarrheim gekommen waren, genossen den Austausch und das Miteinander bei Kaffee und Kuchen sichtlich. „Da trifft man dann auch mal den einen oder anderen, den man länger nicht gesehen hat“, freute sich eine ältere Dame und die Gemeindereferentin ergänzt: „Auch dieses Miteinander kann ein Segen sein.“
In diesem Jahr stand die Sternsingeraktion unter dem Leitwort: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ und richtete den Blick explizit nach Bangladesch. Alle Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen in Hilfsprojekte für Kinder in mehr als 100 Ländern weltweit.
Wer das Sternsingercafé am ersten Januarwochenende verpasst hat, für den gibt es auch jetzt noch die Möglichkeit, mit einer Spende etwas gegen Kinderarbeit zu tun. Spendentüten mit dem Segensaufkleber liegen in den beiden Welveraner Kirchen aus und können von dort mitgenommen werden oder sind im Pfarrbüro erhältlich. sgh