01.08.2026
Pastoraler Raum Werl

Gemeinderefentin Martina Berens geht in den Ruhestand

Wir danken Frau Berens für Ihr Wirken in unseren Gemeinden und wünschen Ihr für den Ruhestand Gottes reichen Segen.

Nach mehr als vier Jahrzehnten im Dienst der katholischen Kirche beginnt für Gemeindereferentin Martina Berens ein neuer Lebensabschnitt: Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet eine lange und engagierte Tätigkeit in der Seelsorge, die von persönlicher Glaubensüberzeugung und fachlicher Kompetenz geprägt war.

Die gebürtige Dortmunderin kam schon früh mit dem kirchlichen Leben in Berührung. Neben ihrem Elternhaus wuchs sie auch im Haushalt ihrer Großmutter auf, die für ihren Sohn, Pastor Bredenbröker, den Haushalt führte. So erlebte Martina Berens den Alltag eines Priesters von Kindesbeinen an und gewann früh Einblicke in das Leben und Wirken der Kirche.

Entscheidend für ihre spätere Berufswahl war ein inspirierender Religionsunterricht am Gymnasium. Das geweckte Interesse an theologischen Fragestellungen führte sie zum Studium der Religionspädagogik, das sie bereits im Alter von 22 Jahren erfolgreich mit dem Diplom abschloss.

Ihre ersten beruflichen Jahre verbrachte Martina Berens im Sauerland. Dort sammelte sie vielfältige Erfahrungen in der Gemeindearbeit und konnte sich zugleich an der Universität Siegen im Bereich Sozial-Musiktherapie weiterqualifizieren. Die dort erlebte Kultur des respektvollen und wertschätzenden Miteinanders prägte sie nachhaltig und begleitet sie bis heute.

Wie damals üblich, führte ihr beruflicher Weg anschließend in weitere Gemeinden. Nach einer Station im Ruhrgebiet fand sie schließlich in Ense eine neue Heimat – einem Ort, dessen Namen sie zuvor noch nie gehört hatte. Hier wirkte sie viele Jahre und gestaltete das kirchliche Leben aktiv mit.

Der Dienst als Gemeindereferentin blieb für Martina Berens stets abwechslungsreich. Neben den klassischen Aufgabenbereichen übernahm sie im Laufe der Jahre unterschiedliche pastorale Schwerpunkte, darunter die Frauenpastoral, die Familienliturgie sowie den Bestattungsdienst. Gleichzeitig erlebte sie die tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der katholischen Kirche, die ihre gesamte Berufszeit begleiteten und immer wieder neue Herausforderungen mit sich brachten.

Eine besondere Vertiefung ihres persönlichen Glaubensweges erfuhr sie Anfang der 2000er Jahre. Durch einen Impuls ihres Ehemannes entdeckte sie die karmelitanische Spiritualität, die seither zu einem wichtigen Lebensanker für sie geworden ist.

Mit großer Dankbarkeit blickt Martina Berens auf die vielen Begegnungen und gemeinsamen Wegstrecken mit den Menschen in den Gemeinden zurück. Auf eigenen Wunsch wird es aufgrund der schweren Erkrankung ihres Ehemannes keine öffentliche Verabschiedungsfeier geben.

Zum Abschied richtet sie einen Wunsch an die Verantwortlichen und Gläubigen der Pfarreien und Gemeinden:

Ich wünsche allen Beteiligten, dass unsere Kirche immer mehr zu dem wird, was sie von ihrem Ursprung her ist: die Gemeinschaft um Jesus Christus.“

Mit Martina Berens verabschiedet sich eine Seelsorgerin, die über viele Jahre hinweg das kirchliche Leben mitgeprägt und zahlreiche Menschen auf ihrem Glaubensweg begleitet hat.

Wir danken Frau Berens für Ihr Wirken in unseren Gemeinden und wünschen Ihr für den Ruhestand Gottes reichen Segen.

Propst Michael Feldmann