Einen besonderen Tag im Rahmen ihrer Firmvorbereitung erlebten rund 40 Jugendliche aus den Pastoralen Räumen Soest und Werl: Gemeinsam machten sie sich auf den Weg – diesmal nicht zu Fuß, sondern mit dem Fahrrad. Die Tour von Soest über Werl bis nach Welver stand ganz im Zeichen des Emmaus-Evangeliums und verband Bewegung, Gemeinschaft und spirituelle Impulse auf eindrucksvolle Weise.
Die Fahrradtour war eine Kooperationsveranstaltung der beiden Pastoralen Räume und Teil eines breit gefächerten Angebots innerhalb der Firmvorbereitung, aus dem die Jugendlichen selbst wählen konnten. Schon zu Beginn war spürbar: Diese Strecke verlangt Ausdauer. Die Länge der Route forderten die Teilnehmenden heraus – doch genau darin lag auch eine besondere Erfahrung von Gemeinschaft.
Unterwegs wurden immer wieder Stationen eingelegt, an denen inhaltliche Impulse zum Emmaus-Evangelium gesetzt wurden. Die Jugendlichen setzten sich mit der biblischen Geschichte auseinander, in der zwei Jünger auf ihrem Weg dem auferstandenen Jesus begegnen. Fragen wie „Wer begleitet mich auf meinem Lebensweg?“ oder „Wann habe ich mich getragen gefühlt, obwohl ich es erst später erkannt habe?“ standen im Mittelpunkt. In kleinen Gruppen entstanden persönliche Gespräche und ein offener Austausch über Glauben, Zweifel und Hoffnung.
Ein besonderer Höhepunkt war die Statio in der Wallfahrtsbasilika in Werl. Dort konnten die Jugendlichen zur Ruhe kommen, eine Kerze bei Maria anzünden und ihre Sorgen, Bitten und Gebete bewusst vor Gott bringen. Viele nutzten diesen Moment der Stille, um innezuhalten und neue Kraft zu schöpfen.
Die Weiterfahrt nach Welver verlangte noch einmal Durchhaltevermögen. Spätestens am Ziel war die Erschöpfung allen deutlich anzumerken – doch ebenso der Stolz, die Strecke gemeinsam bewältigt zu haben. Die körperliche Anstrengung wurde so zu einem Teil der Erfahrung: unterwegs sein, an Grenzen stoßen und dennoch getragen werden – ganz im Sinne der Emmaus-Geschichte.
Mit Blick auf die Firmfeier im September, die Weihbischof Matthias König spenden wird, war diese Fahrradtour für viele ein prägendes Erlebnis. Sie machte erfahrbar, dass Glauben ein Weg ist – manchmal anstrengend, oft gemeinschaftlich, aber nie allein.